Lochkameras von Przemek Zajfert

Meine Lochkameras

ABOUT, WORK

Meine Lochkameras

Ich habe in meinem Leben mehrere tausende Lochkameras gebaut. Hier ein kleiner Auswahl:

Die Lochkameras auf dem Bild Unten, nutze ich am meisten. Format: 6x6cm. Ich kann aus einem Rollfilm ca. 8 Kameras bestücken (in der Dunkelkammer). Ich habe immer welche in meinem Rucksack. Da man beim Fotografieren nur ein Foto machen kann, arbeitet man langsamer und fast ohne Ausschuss. Die Arbeit ähnelt der mit einer Fachkamera. Man kann jedes Foto anders belichten und dann einzeln entwickeln. Da ich beim Vergrößern fast ausschließlich Lithprints mache muss ich der Kontrastumfang vom Negativ gering halten, also oft ziemlich kräftig überbelichten und schön weich im Rodinal 1:100 entwickeln.

lochkameras_04

lochkameras_03

Eine Lochkamera hat kein Zoomobjektiv. Durch Geometrie des dunklen Raumes wird die Ästhetik des Bildes gestaltet.

Unten: ein paar Kameras mit Weitwinkel oder Tele Effekt.

lochkameras_02

Mit diese Lochkamera  (Unten) wollte ich die Sonnenfinsternis am 11.08.1999 fotografieren. Leider war in Stuttgart bewölkt. Es ist eine doppelloch Kamera. Der Film ca. 6x9cm ist halbgewölbt, etwa wie eine „L“ eingelegt. Ein Loch wird auf die Sonne gerichtet. Da Bildweite (Entfernung: Loch zum Film) in dem Fall ziemlich groß ist, erscheint die Sonne Vergrößert ungefähr in der Größe, wenn wir die mit Sonnenbrille anschauen. Anderes Loch, der sehr nah am Film ist (ca. 2,5cm) belichtet die Landschaft.

Lochkameras von Przemek Zajfert

Diese Lochkamera (Unten) nutze ich für Langzeitbelichtungen. Sie ist Wasserfest und man kann sie für mehrere Monate oder auch Jahre draußen lassen. Mit diese Kamera entstehen auch „The 7th Day“ Aufnahmen.

Vermessung der Zeit - Literaturhaus Stuttgart

Unten: Lochblenden – also das Objektiv von Lochkamera. Ich verwende dünne Alufolie und steche das Loch ohne ihn von Hinten zu entgraten. Die Lochgröße variiert zwischen 0,2mm bis 1mm je nach Bildweite.

The 7th Day Lochblenden

Es ist eine Doppellochkamera aus dem Projekt „camera obscura 2005/1-inf“. Die Teilnehmer des Projekts stechen selbst das Loch. Ich stanze die Öffnung und klebe dort eine dünne Alufolie. Die Nadel hat ein Durchmesser von 0,25mm. Hab bis jetzt über 500 diese Kameras gebaut.

camera obscura 2005/1-inf

Unten: Framed Camera Obscura. Belichtungszeit 1 Jahr

Framed Camera Obscura

Unten: Das ist meine Größte Lochkamera (2x2x2m). Lochgröße ca. 1mm. Fotopapier in der Rolle 4×1,60 (halbgewölbt). Entwickelt wird mit Schwamm vor Ort, nachfixiert im Atelier.

Camera Obscura

Most Frankfurt/Oder Fot. Dariusz Baranski

Most Frankfurt/Oder Fot. Dariusz Baranski

Most Frankfurt/Oder Fot. Dariusz Baranski

Most Frankfurt/Oder Fot. Dariusz Baranski