The 7th Day / Konzept

The 7th Day / Konzept

THE 7th DAY, WORK

The 7th Day

ein Kunstprojekt mit Camera Obscura
Machen Sie mit!
UND BELICHTEN Sie EINE FOTOGRAFIE 7 TAGE LANG – ODER LÄNGER
mit einer Technik von Nicéphore Niépce aus dem Jahr 1816

camera-obscura-teilnahmeset-the-7th-day

THE 7th Day – Teilnahme

Befestigen Sie die Lochkamera irgendwo an einem sicheren Ort. Das Loch muss auf das Motiv ausgerichtet sein, welches man aufnehmen möchte. Sobald Sie den Klebestreifen entfernen, startet die Belichtung: 7 Tage , 1 Monat, 1 Jahr, egal wie lange. Mindestens jedoch 7 Tage lang (im Winter 14 Tage). Bildwinkel diagonal: ca 90°. Die Dose ist Regenfest und die Belichtungszeit von 7 (bzw. 14) Tagen bezieht sich auf Aufnahmen außerhalb geschlossener Räume. Im Innenraum sollten Sie mehrere Wochen, oder sogar Monate belichten. Nach dem Belichten nehmen Sie das Negativ aus der Dose (bei gedämpftem Licht!!!) und schicken es, mit dem beigelegtem Briefumschlag, (Eingepackt in das schwarze Cover) an die Adresse:

Atelier Zajfert
Gutbrodstr. 42
70193 Stuttgart
Germany

Ich scanne die Negative ein. Beim Scannen wird das Negativ durch den durchlaufenden Lichtbalken des Scanners zerstört. Die Zerstörung ist ein wenig verzögert zu der Speicherung. Nach diesem Vorgang existiert das ursprüngliche, materielle Unikat nicht mehr. Nur die Information auf der Festplatte bleiben erhalten. Nach der Bearbeitung, wird das Bild als Datei auf der Internetseite des Projekts hochgeladen. Die Nummer, welche sich auf dem Briefumschlag befindet, wird zu ihrer Bildnummer. Das Bild können Sie sich nach ca. 2 bis 3 Tagen aus dem Internetarchiv herunterladen: https://www.zajfert.de/der_7_tag/archiv/


Here the concept page as a PDF in other languages.


Lochkamera

The 7th Day Filmdose

Filmdose. In der Mitte der Filmdose bohre ich eine 1cm große Öffnung. Dort bringe ich eine dünne Aluminiumfolie an, mit einem ca. 0,2mm gestochenem Loch.

The 7th Day Lochblenden

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Lochblenden ca. 0,2mm

The 7th Day Lochkamera mit Fotopapier

The 7th Day – Lochkamera mit Fotopapier. Gegenüber dem Loch, platziere ich ein Stück Fotopapier. Ich verwende hunderte von Fotopapiersorten für meine Kameras. Manche stelle ich selber her,andere kaufe ich im Internet. Jedes Papier reagiert anderst auf das Licht. Verschiedene Farbkonstellationen ergeben sich dadurch und kein Bild wirkt wie das andere.

The 7th Day Lochkamera

So eine Lochkamera ,ein an mich adressierten Briefumschlag und ein schwarzes Cover (zum Schutz des belichteten Fotopapier), packe ich in ein Teilnahmeset. Jedes Teilnahmeset bekommt seine eigene Nummer, unter welcher Sie später ihr Bild finden können.

The 7th Day Teilnahmeset

The 7th Day Teilnahmeset. Hier können Sie ein Teilnahmeset für das Projekt „the-7th-day“ bestellen: https://zajfert.de/blog/7th-day-order/

Belichten

The 7th Day Lochkamera, Belichtung

Plazieren Sie die Lochkamera an einen sicheren Ort. Das Loch richten Sie auf das Motiv aus, welches Sie fotografieren möchten. Wenn der Klebestreifen entfernt wird, startet die Belichtung. 7 Tage , 1 Monat, 1 Jahr, egal wie lange.

The 7th day Lochkamera

The-7th-day – Lochkamera. Den Bildausschnitt können Sie einfach bestimmen, indem Sie eine imaginäre Linie, vom Ende des Fotopapiers durch die Mitte (wo sich das Loch befindet) in den davorliegenden Raum verlängern. Mit 4 Linien bestimmen Sie den Ausschnitt der Fotografie.

Nach dem Belichten

The 7th Day Lochkamera mit belichtetem Negativ

Wenn Sie meinen das die Fotografie fertig ist, öffnen Sie die Kamera (bei gedämpftem Licht) und holen das Negativ heraus. Sie sehen zum ersten mal ihr Bild. Es ist der magische Moment, welchen auch schon Niépce vor 200 Jahren erlebt hat. Wie von Zauberhand, nach Wochen, oder sogar Monaten des Belichtens erscheint ein schwaches farbiges Abbild. Eine Fotografie!

Mit elementarsten Mittel aufgenommen. Licht, Zeit und Finsternis.

The 7th Day Papier Negative

Jedes Papier reagiert anderst auf das Licht, dadurch ergeben sich immer andere Farbkonstellationen auf dem Bild.

The 7th Day Post

Dieses Papiernegativ wird mir zugeschickt. Eingepackt in das schwarze Cover.

The 7th Day Post

Meine Post

Scannen

Ich scanne die zugeschickten Negative ein. Beim Scannen wird das Bildchen durch den durchlaufenden Lichtbalken des Scanners zerstört. Die Zerstörung ist verzögert zur Speicherung. Nach diesem Vorgang existiert das ursprüngliche, materielle Unikat nicht mehr. Nur die Informationen auf der Festplatte bleiben erhalten. Nach der Bearbeitung des Bildes, wird es als Datei auf der Internetseite des Projekts hochgeladen. Die Nummer, welche sich auf dem Briefumschlag befindet, wird zu ihrer Bildnummer. Sie können sich das Bild nach ca. 2 bis 3 Tagen aus dem Internetarchiv herunterladen.

The 7th Day – Aufnahmetechnik

Bereits um ca. 1200 war Albertus Magnus die Oxidation und Schwärzung des Silbernitrats bekannt. Im Jahr 1719 hat Johann Heinrich Schulze experimentell als erster nachgewiesen, dass Silbersalze sich bei Sonneneinstrahlung verdunkeln. Diese Eigenschaft vom Silbernitrat nutzte Nicéphore Niépce in seinem fotografischen Experiment, aus dem Jahr 1816. Mit Silbernitrat beschichtetes Papier befestigte er auf die Rückseite einer Camera Obscura (die mit einer Linse ausgestattet war) und hängte diese an ein Fenster. Nach ein paar Tagen der Belichtung entstand ein Abbild im Negativ, welches bei weiterer Lichteinwirkung schwarz wurde und verschwand. Dieses Verfahren nannte Niépce „Retines“. Die Kamera aus dem Projekt „Der 7. Tag“ hat anstatt einer Linse, ein Aluminiumplätchen mit einem kleinem Loch. Auf ein mit Silberbromid beschichtetes Fotopapier wird belichtet. Durch das kleine Loch dringt weniger Licht zum Fotopapier als durch eine herkömmliche Linse, deshalb ist es notwendig mindestens 7 Tage lang zu belichten. Niépce war es im Jahre 1816 nicht möglich das Negativ zu erhalten. Heute ist dies durch das digitale Kopierverfahren machbar. Nach dem Belichten „fixiert“ man den Zustand des Fotopapiers durch abfotografieren, oder einscannen.

Mehr über die Aufnahmetechnik können Sie bei meinem TEDx Vortrag erfahren: Hier zu sehen